Den Vormittag nutzen wir heute für Rodeln auf der Hasenhorn Sommerrodelbahn. Diese ist mit 2,9 km Abfahrt definitiv die längste Rodelbahn, mit der ich jemals gefahren bin.

Während der Wartezeit und der Hinfahrt mit dem Sessellift entscheidet sich Elisabeth ungefähr hundert mal um. Erst will sie alleine fahren, dann wieder lieber mit mir, dann wieder alleine. Am Ende entscheidet sie sich dafür mit mir zu fahren. Deshalb gibt es leider keine Action-Fotos von uns, da ich mich mit Kind während der Fahrt lieber an das Handy-Verbot halte.

Trotzdem ist die Fahrt echt cool. In der ersten Hälfte bestimmt Elisabeth das Tempo. Ich hatte ihr versprochen, so schnell zu fahren wie sie will. Ihre Anweisungen sind einfach zu verstehen, gut strukturiert und eindeutig: „Schneller!“ Wir fahren also annähernd Voll-Speed. Das lässt sich im zweiten Teil der Strecke nicht mehr realisieren, da wir auf die vor uns fahrenden Rouven und Jonathan aufschließen. Die Rentner, die wiederum vor Ihnen fahren sind aber das eigentliche Problem und bremsen uns insgesamt -sehr zum Unmut von Elisabeth- aus.

Trotzdem ein wirklich tolles Erlebnis.

Dann folgt der Abschied. Rouven, Katja und die Kids fahren nämlich heute zurück.

Pascal, Olli und ich nutzen den Nachmittag um eine weitere Empfehlung meiner Arbeitskollegin Maja zu besuchen. Den Schau-ins-Land.

Als gebürtiger Duisburger und MSV Mitglied ist mir die Firma „Schau-ins-Land,“ die auch Namensgeber der Arena in Duisburg ist, natürlich ein Begriff.

Das der Reiseanbieter seine Firma aber nach einem Berg im Schwarzwald benannt hat, wird mir erst heute klar.

Unseren Plan mit der Seilbahn auf den Berg zu fahren, verwerfen wir wieder, als uns klar wird, dass wir mit dem Auto schon fast bis auf den Gipfel gefahren waren.

Das letzte Stück müssen wir allerdings zu Fuß gehen. Sozusagen Wandern in homöopathischen Dosen. Bis zur Bergstation der Seilbahn ist es echt nicht weit. Aber dafür steil. Oben angekommen, schnaufen wir somit schon ein bisschen. Da kommen uns die Sonnenliegen gerade Recht und wir machen eine kurze Pause.

Als dann ein älteres Pärchen von oben herunter kommt, frage ich einfach mal wie weit es denn wohl noch zum Gipfel und dem dort ansässigen Aussichtsturm ist.

Die Antwort ist gleichermaßen beruhigend wie auch schockierend.

Die Frau informiert mich nämlich, dass es bis zum Gipfel samt Turm noch ungefähr 1 Km weit ist. Das ist beruhigend, da ein Kilometer ja nicht viel ist.

Dann führt sie allerdings weiter aus, dass wenn es mir schwerfallen würde, sie empfehlen würde den normalen Weg und nicht die Abkürzung zu nehmen, da dieser weniger steil wäre. Offensichtlich sehe ich also so aus, als ob es mir schwerfallen würde 1 Kilometer den Berg rauf zu laufen. Das ist schon eine schockierende Erkenntnis.

Nach 1 Kilometer, der mir übrigens nicht schwergefallen ist, erreichen wir den Aussichtsturm samt Aussicht. Diese kann sich tatsächlich sehen lassen.

Auf dem Rückweg, bei dem wir die -übrigens tatsächlich ganz schön steile- Abkürzung nehmen, beobachten wir eine junge Frau die scheinbar live darüber berichtet wie sie den Berg runtergeht.

Pascal entschließt daraufhin spontan, auch ein Influencer Video zu drehen. Vielleicht der Beginn einer großen Karriere.