Nach Redaktionsschluss für den Blog von gestern, sind noch einige Dinge passiert, die die Überschrift des heutigen Berichts maßgeblich beeinflusst haben.

Christian und ich haben gestern Abend die Möglichkeit genutzt, uns während eines Ligaspiels das berühmte Stadio Olimpico anzuschauen. Immerhin wurde Deutschland 1990 hier zum dritten Mal Weltmeister und Kaiser Franz ging nach dem Schlusspfiff gedankenverloren und ganz allein über den Platz.

Auf den Platz durften wir zwar nicht, aber (fast) allein waren wir gestern beim Heimspiel von Lazio Rom (gegen Udinese) auch. In dem Stadion finden über 70.000 Leute Platz. Gestern waren wir 2 von 4.000 Besuchern.

Die meisten Lazio Fans streiken nämlich zur Zeit, weil sie unzufrieden mit dem Präsidenten des Clubs sind. In Bezug auf die Stimmung war es somit schlimmer als es aussieht. Christian und ich haben das 3:3 allerdings trotzdem genossen und bereuen unseren Wechsel der Religion vom Katholizismus zum Fußball für den einen Abend nicht.

Mariette, Alex und Sascha haben den Abend nicht dem Fussball aber dafür dem Alkohol gewidmet. So deute ich zumindest Saschas Bild in unserem Gruppenchat.

„Es ist schlimmer als es aussieht.“ So hat Sascha die Szene beschrieben.

Das trifft somit nicht nur auf die Stimmung im Stadion zu.

Nach einer kurzen Nacht geht es heute in den Peters-Dom. Unsere Taktik getreu dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ geht auf. Nach minimaler Wartezeit an der Sicherheitskontrolle betreten wir den Peters-Dom.

Mit einem Fassungsvermögen von 20.000 Menschen gehört die Basilika St.Peter (so die offizielle Bezeichnung) zu den größten Kirchen der Welt. Und echt schön ist sie auch. Schöne Kirchen können sie. Das muss man den Katholiken lassen.

Bezaubert von den Eindrücken entschließen wir uns spontan auch noch der Kuppel einen Besuch abzustatten.

Hier müssen wir allerdings feststellen, dass der frühe Vogel zwischenzeitlich scheinbar tot ist. Vermutlich von der langen Warteschlange, in die wir uns einreihen, aufgefressen.

Als wir dann an der einen Kasse bei dem einen Mitarbeiter (für Hunderte Interessierte) Tickets für den Aufzug gekauft haben, geht es endlich aufwärts. Der Aufzug fährt allerdings nur bis zur durchaus auch sehenswerten Innenkuppel.

Um auf die Aussenkuppel zu gelangen, muss man jetzt allerdings noch 321 Stufen nehmen.

Auch hier bekommt die Erkenntnis von gestern eine zusätzliche Bedeutung. Es ist schlimmer als es aussieht.

Beschaffenheit der Baumaterialien, Breite und Neigungswinkel der Stufen stellen eine Herausforderung dar.

Oben angekommen, werden wir aber mit einem malerischen Ausblick über Rom belohnt.

Nach ausgiebiger Siesta (wir sind schließlich im Süden) gehen wir dann noch in die Vatikanischen Museen, um von dort in die Sixtinische Kapelle zu gelangen. Die Kapelle ist echt cool. Leider darf man dort keine Fotos machen, woran wir uns vielleicht gehalten haben. Zumindest werden keine hier veröffentlicht. Die Führung durch die vatikanischen Museen – auf für mich schwer zu verstehendem Englisch und in schlechter Übertragungsqualität – hätte ich jetzt nicht gebraucht.

Das war übrigens auch schlimmer als es aussieht,