Die Hitze ist jetzt auch in der Schweiz angekommen. Auf dem Weg gestern Abend zum Restaurant Releuten in Oberhofen gibt es auch keinen Schatten, so dass wir relativ verschwitzt dort angekommen.
Die Bedienung des in den sechziger Jahren in der Zeit steckenden gebliebenen Restaurants begrüßt uns mit fragenden Blick. Nachdem sie unsere Bestellung aufgenommen hat, kann sie Ihre Neugier nicht mehr zügeln und fragt, was wir denn in Oberhofen machen? Sie schlägt „Arbeiten“ als einzige Option vor.
Als wir wahrheitsgemäß mit „Urlaub“ antworten, entgleisen Ihre Gesichtszüge.
„Urlaub? Hier? Warum?
Ihre Verwunderung verwundert uns, so dass uns spontan nichts einfällt und die Fragen somit unbeantwortet bleiben.
Auf der Terrasse unseres Hotel fallen uns allerdings viele Gründe ein. Diese hier zum Beispiel.


Heute morgen fahren wir dann nach Thun, da Musical-Hooligan Pascal die Seebühne sehen will. Obwohl heute gar keine Vorstellung stattfindet, trotzdem sehenswert.


Weiter geht es nach Bern und den hier in einem öffentlichen Gehege lebenden Bären. Der Bär ist das unumstrittene Wappentier und Wahrzeichen der Stadt Bern. Vermutlich deshalb kann man sich das großzügige Gehege auch kostenlos anschauen.




Auch unabhängig von den Bären ist Bern wirklich hübsch.






Bern ist – für mich als Fußballfan – aber natürlich auch aus einem anderen Grund ein Highlight der Tour.
„Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt. Tor, Tor, Tor.“ Der Radiokommentar zum Siegtreffer der deutschen Nationalmannschaft im Finale der WM 1954 ist legendär. Und genau dieses Finale, als Deutschland zum ersten Mal Weltmeister wurde, fand in Bern statt. Das damalige Wankdorfstadion gibt es nicht mehr. Allerdings wurde genau an derselben Stelle das heutige Stadion der Young Boys Bern gebaut.
Eigentlich kommt man so nicht einfach da rein. Uneigentlich ist wegen einer Anlieferung aber zufällig ein Tor offen. Ich nutze die Gelegenheit und mache ein paar Fotos und nehme dafür den Anschiss einer Mitarbeiterin in Kauf. Ich fühle mich so ein bisschen wie Richard Lubanski, der sich im Film „Das Wunder von Bern“ während des WM Finales auch rein schleicht um seinem Sohn beizustehen.




Warum macht man also Urlaub in der Schweiz? Ein ganz klares „Darum!“
