Heute haben wir wieder einen Ausflug über Get-Your.Guide gebucht. Dort hat der Ausflug den Titel „Flamingos, Düne 7, Swakopmund, und Welwitshschia. Zum meinen großen Leidwesen mit Ausnahme der Flamingos, die wir nur in großer Entfernung (und somit außerhalb der Zoom Möglichkeiten meines iPhone 16e) entdecken, sehen wir alle oben genannten Dinge.
Warum der Reisebericht trotzdem einen ganz anderen Titel hat, hängt mit unseren Mitreisenden zusammen. Wir sitzen mit Robert (ich habe den Namen geändert), einem netten, ein bisschen verwirrten, aber absolut liebenswerten Opi und seiner Frau (dem Drachen) zusammen in einem Auto.
Dann beginnt ein Schauspiel, das Loriot auch nicht besser hätte inszenieren können. Stefan, der Drache und Robert sitzen hinten. Allen ist es scheinbar wichtig, sich anzuschnallen. Dann beginnt folgender Dialog:
Robert: „Es klickt nicht.“
Der Drache: „Robert, lass mich mal gucken. So geht es auch nicht. Rücke mal ein bisschen nach vorne.“
(Robert rückt nach vorne.)
Der Drache: Robert, jetzt mach mal gar nichts.“
(Robert macht gar nichts.)
Der Drache: „Robert, Du musst schon ein bisschen mitarbeiten.“
Robert: „Es klickt nicht.“
Nach dem Robert dann endlich angeschnallt ist, geht es über die Lagune (mit Pelikanen, aber leider ohne Flamingos) zur Düne 7.

Diese liegt außerhalb von Walvis Bay und ist aufgrund ihrer Lage 7 Meilen vom Stadtzentrum entfernt zu einem Wahrzeichen geworden.


Dort wechseln wir mit dem Drachen Euro gegen namibische Dollar. Um die Düne nämlich rauf zu klettern, muss man 150 Dollar pro Person bezahlen. Zahlung mit einer Karte oder Euro ist nicht möglich. Da der Drache auch nur noch 150 Dollar hat, und Stefan im Verhältnis zu mir so viel fitter und schneller ist wie eine Gepard im Verhältnis zu einer Schildkröte, lasse ich ihm den Vortritt.
Damit der Rest der Gruppe nicht so lange warten muss, gibt Stefan alles und joggt die Düne hoch.

Die 162 Kilometer (beim Berliner Mauerweglauf) joggen am Stück, scheinen sich auszuzahlen. Stefan ist ruck-zuck oben und bringt coole Fotos mit.


Beim einsteigen (und erneuten Anschnallen) wiederholt sich die „Loriot-Szene.“ Diese wird uns sozusagen als Running-Gag den gesamten Tag begleiten. Sie schnauzt ihn an, weil er irgendetwas tun oder nicht tun soll.
Nachdem Robert angeschnallt ist, geht es in die Wüste. Diesmal die Variante mit Steinen. Dort sehen wir verschiedene beeindruckende Felsformaten.






Obwohl es gar nicht so warm ist, nehmen wir die wirklich hübsche Oase gerne mit.




Dann geht es nach dem üblichen Anschnall-Wahnsinn (Es klickt wieder nicht), Offroad tiefer in die Wüste.
Dann informiert uns unser -im Vergleich zu den bisherigen Guides dieser Tour sehr wortkarger- Guide, dass wir uns jetzt die „Leichen“ anschauen. Er wiederholt auch auf Rückfrage von Robert nochmal, dass es sich um „Leichen“ handelt. Obwohl ich das auch seltsam finde, handelt sich Robert für die Nachfrage sofort wieder einen Anschiss vom Drachen ein.
Bei den „Leichen“ handelt es sich übrigens nicht um menschliche Überreste, sondern um eine Flechtenart, die ohne Wasser verbrannt wirkt, sobald sie aber Wasser bekommt, innerhalb kürzester Zeit grün wird.


In der Nähe finden wir auch Namibias berühmteste und ikonischste Pflanze. Die Welwitschia ist ein uraltes, endemisches „lebendes Fossil“ der Namib-Wüste . Sie kann über 1000 Jahre alt werden. Sie bildet zeitlebens nur zwei Blätter aus, die vom Wind zerfetzt werden, und ist als Nationalpflanze im Staatswappen verewigt.

Nachdem es natürlich wieder nicht geklickt hat, besuchen wir noch die wirklich schnuckelige und von Deutschen beeinflusste Stadt Swakopmund.




Auf dem Rückweg zum Schiff erhalten wir dann noch eine Loriot Zugabe. Ich kann mich vor Lachen, kaum halten.
Der Drache: „Robert, schläfst Du?“
Robert: „Nein.“
Der Drache: „Sah aus, als ob Du schläfst.“
Robert: „Ich schlafe nicht. Ich habe geblinzelt.“
Der Drache: „Jetzt ist nicht die richtige Zeit zum schlafen.“
Robert: „ ICH SCHLAFE NICHT! Ich habe geblinzelt. Darf ich das jetzt auch nicht mehr?“
Der Ausflug war ganz cool. Mein Highlight heute war aber definitiv die Privatvorstellung des Loriot Ensembles „Robert und sein Hausdrache.“

Ich habe laut gelacht während ich den Bericht gelesen habe.
Zu schön…